Änderungen direkt in der Virtual Reality-Umgebung platzieren

Montag, 11.03.2019

In der Konstruktion sind Virtual Reality (VR)-Anwendungen heute vielerorts bereits Selbstverständlichkeit, um zum Beispiel eine künftige Industrieanlage im Vorfeld virtuell sichtbar zu machen. Mit der Anwendung VR Inspection ermöglicht PITERION erstmals, dass User in der virtuellen Simulation auch aktiv handeln, indem sie direkt an der jeweiligen Stelle Anweisungen für Änderungen und Modifizierungen platzieren. Neu dabei ist die Rückkopplung in das dahinterliegende Produktdatenmanagementsystem. Die Arbeitsergebnisse aus VR werden dort direkt an der richtigen Stelle gespeichert. Eine intuitive Bedienbarkeit erlaubt, hier auch Laien beziehungsweise spätere Anwender frühzeitig und intensiv mit einzubeziehen.

Situation und Herausforderung

VR-Anwendungen ermöglichen es, sich bereits in der Konstruktionsphase einer künftigen Anlage oder Umgebung ein realistisches Bild davon zu verschaffen, etwa von einem Labor, einer Industrieanlage oder einem Gebäudeteil. Bisher sind entsprechende Lösungen jedoch meist auf ein reines Betrachten und Erkunden beschränkt. Angaben für Änderungen, etwa von Bauteilen und deren Position, müssen anderweitig festgehalten und übermittelt werden. Dies bedeutet nicht nur einen gewissen Aufwand, sondern macht zum Beispiel Testläufe mit potenziellen späteren Anwendern, die kein Konstruktions-Know-how besitzen, vergleichsweise aufwendig.

Lösung

Mit VR Inspection bietet PITERION seit 2018 die erste VR-Anwendung für Konstruktion und Entwicklung, die nicht nur den jeweils aktuellen Stand aller CAD-Daten auf Tastendruck darstellt, sondern auch über einen Rückkanal verfügt. Nutzer können über englische Sprachkommandos direkt beim Begehen der virtuellen Umgebung Anweisungen für Änderungen und Korrekturen eingeben. Über das jeweilige PLM-System, in welches VR Inspection integriert ist, werden diese den zuständigen Konstrukteuren genau an der entsprechenden Stelle angezeigt.

Die zugehörige Software der Anwendung stellt mit dem Produkt „3D ViewStation“ der Aachener Visualization-Spezialist Kisters. Das Unternehmen ist seit mehreren Jahren fester Bestandteil des Partnerportfolios von PITERION.

Kundennutzen

Mit der Möglichkeit, als Fachmann wie als Laie direkt in einer virtuellen Umgebung Änderungsvorgaben zu platzieren, unterstützt VR Inspection eine noch bessere Funktionalität und Kompatibilität des späteren Objekts. Sowohl Konstrukteure und Entwicklerinnen als auch potenzielle Nutzer und Anwender können dadurch punktgenau und in Eigenregie Modifikationen anstoßen, die eine künftige Umgebung oder Anlage zum Beispiel noch praxisgerechter oder ergonomischer machen.

Analog gilt dies auch für vorgeschriebene Prüfungen: Mit VR Inspection können Prüfer eine Anlage bereits im Vorfeld virtuell begutachten und etwa unzulässige Komponenten vor einem Fluchtweg markieren. Das erspart auch hier Verluste und Missverständnisse beim Erfassen und Weiterleiten von Änderungsvorgaben oder ermöglicht bei Bedarf mehrere oder intensivere Durchläufe. Darüber hinaus unterstützt VR Inspection mit diesen Qualitäten auch einen agilen Konstruktionsprozess.

Mit PITERION profitieren Kunden gleichzeitig von einem Partner, der als PLM-Spezialist mit den Anforderungen für eine nahtlose Integration der Anwendung bestens vertraut ist. Weitere Einsatzbereiche stehen bereits fest: Bis Ende 2019 ist geplant, VR Inspection auch für den Einsatz bei bestehenden Anlagen aufzurüsten. In einem digitalen Zwilling machen vor Ort in der Anlage erhobene Live-Daten den aktuellen Zustand von Komponenten wie Motoren oder Steuerungseinheiten in Echtzeit sichtbar. Dadurch können Wartungs- und Servicearbeiten besser koordiniert werden.

Wichtige Details zur Lösung
• Software: Kisters 3D ViewStation®
• Flexible, kundenspezifische Anbindung an PLM-Lösungen wie Teamcenter Active Workspace und vorhandene CAD-Daten
• Ab 2020: Visualisierung bestehender Anlagen (digitaler Zwilling)
Änderungen direkt in der Virtual Reality-Umgebung platzieren
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Über PITERION

PITERION ist ein internationaler PLM Serviceprovider mit Hauptsitz in Deutschland sowie Niederlassungen in den USA, Indien, Singapur, Tunesien, Schweden, der Schweiz und Polen. Mit hochqualifizierten Mitarbeitern bieten wir Ihnen sowohl Lösungen, als auch Dienstleistungen unabhängig von Systemherstellern. Dabei folgen wir stets den Richtlinien der Qualitätsmanagementstandards EN 9100 (Aerospace) und ISO 9001 sowie der ISO 14001. Auf diesen haben wir interne Standards und Prozesse aufgesetzt, welche es uns ermöglichen, weltweit über unsere Standorte hinweg, eine gleichbleibend hohe Qualität zu gewährleisten.

Unseren Kunden stehen wir als kompetenter und unabhängiger Partner zur Verfügung, der auf sie individuell zugeschnittene Lösungen und Dienstleistungen anbietet. In Kombination mit unseren Technologieträgern gibt uns das die Möglichkeit, die PLM-Strategie unserer Kunden bestmöglich zu unterstützen.